Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem

in der Fassung des Komponisten für Klavier zu vier Händen, Chor, Sopran und Bariton als Raum-Klang-Inszenierung

Die vom Lukas-Chor musizierte Fassung für Klavier vierhändig ist wie eine Zeitreise zur Entstehung des Werkes. Johannes Brahms selbst fertigte nämlich die vierhändige Klavierfassung des deutschen Requiems an. Bei dieser werden die kompositorischen Strukturen durchsichtiger und geben dem Chor mehr Raum.

Anknüpfend daran entwerfen Gerd Kötter und Christiane Wolf ein spezielles Raumkonzept. Projektionen von Brahms’ Handschrift in den Altarraum lassen die Konturen der Architektur verschwimmen und werden zu sprechenden Bildern. Die Aufstellung des Chores und der Solisten nahe am Klavier, immer wieder die Positionen wechselnd, lässt eine intensive Verbindung zu den Zuhörern entstehen und betont das Menschlich-Tröstende der Musik. Dabei lassen sich Christiane Wolf und Gerd Kötter inspirieren von Brahms' eigener Aussage: „Was den Titel betrifft, will ich bekennen, dass ich recht gern auch das ‚deutsch’ fortließe und einfach den ‚Menschen’ setzte.“

Wie immer, findet auch ein Konzert für Kinder statt: „Klassik für Kinder“ –Johannes Brahms – ein Komponistenporträt

Lukas-Chor München
Klavierduo Hans-Peter und Volker Stenzl; Roswitha Schmelzl  (Sopran), Christian Rieger (Bariton)
Christiane Wolf (Raum, Projektionen), Christoph Rodermund (Licht)
Leitung: KMD Gerd Kötter